
Nach ersten losen Kontakten 1988 ist anlässlich des 150jährigen Bestehens der Stadt Heinola am 04.10.1989 in Heinola die Partnerschaft offiziell geschlossen worden.
Der Landkreis Peine hatte bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Kontakte zu europäischen oder außereuropäischen Kommunen. Obgleich zu dieser Zeit bereits fast alle kreisangehörigen Gemeinden sowie auch zahlreiche kreiseigenen Schulen, für die der Landkreis Schulträger ist, seit Jahren solche Kontakte erfolgreich pflegten.
Auslösender Moment für die Partnerschaft mit der Stadt Heinola war die seit Jahren zwischen Vechelde und der finnischen Gemeinde Valkeakowski bestehende Partnerschaft, die im Laufe der Zeit dort zu zahlreichen intensiven persönlichen Kontakten geführt hat.
Nach ersten informativen Gesprächen in Peine und Heinola ist dann am 04.10.1989 in Heinola und am 23.02.1990 in Peine zwischen der Stadt Heinola und dem Landkreis Peine der "Vertrag über die Errichtung einer Partnerschaft zwischen der Stadt Heinola (Finnland) und dem Landkreis Peine (Bundesrepublik Deutschland)" geschlossen worden. Der Inhalt des Partnerschaftsvertrages ist durch das Anklicken des Bildes links einzusehen.
Ziel dieser Partnerschaft, die vom Kreistag des Landkreises Peine am 28.09.1989 einstimmig beschlossen wurde, ist es unter anderem, die gegenseitige Kenntnis des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens zu vertiefen und die Interessen und das Wohl der Bürger beider Kommunen zu fördern.
Es mag auf den ersten Blick seltsam anmuten, dass ein Landkreis, bestehend aus rund 130000 Einwohnern, eine Partnerschaft mit einer Stadt in einer Größenordnung von nur rund 16500 Einwohnern eingeht. Dazu ist jedoch anzumerken, dass die verwaltungsmäßigen Strukturen in Finnland völlig anders als in Deutschland sind. Es gibt dort keine Landkreise. Nach den Kommunen kommen von der Struktur her die mit Deutschland vergleichbaren ehemaligen Regierungsbezirke.
Die Stadt Heinola liegt rund 135 km nördlich von Helsinki und 35 km nördlich von dem bekannten Wintersportort Lahti. Bevor Heinola die Stadtrechte verliehen wurden, war sie über 70 Jahre die Residenz des Landeshauptmanns und Regierungsbezirks Kümen Kartano als Verwaltungs- und Wohnort.
Heinola bietet all die Qualitäten, die man landläufig mit einer finnischen Stadt verbindet. Kleinflächig, naturnah, leicht von der Hauptstadt Helsinki aus mit Bahn, Bus oder dem Pkw erreichbar. Sie bildet eine in sich gegliederte Kommune auf der Grundlage eines von über 200 Jahren fast quadratisch angelegten Zentrums. Auf einer Fläche von ca. 50 km², zu 1/3 aus Wasser bestehend, leben rund 16500 Einwohner. Die Stadt ist idyllisch am Ufer des Kymiflusses gelegen und war bis zum 2. Weltkrieg Kurort. Noch heute befindet sich in der Stadt ein großes Rheumasanatorium.
Heinola ist auch reich an Kulturdenkmälern. Erwähnt seien hier nur das Stadtmuseum, die Kirche und das Haus des Bezirkspolizeimeisters Aschan. Es gäbe noch viele weitere Sehenswürdigkeiten aufzuzählen aber vielleicht dient dies als Anregung, selbst einen Besuch in Heinola zu planen. Insbesondere in diesem Jahr im Zusammenhang mit dem 20jährigen Bestehen der Partnerschaft.
Seit Bestehen der inzwischen 20jährigen Partnerschaft haben bereits zahlreiche Schülergruppen sowie Jugendliche aus sportlichen und kirchlichen Bereichen die Stadt Heinola besucht. Den vom Kreistag bei Eingehung der Partnerschaft definierten Zielen, gegenseitige Kenntnis des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens zu erlangen und damit zum besseren gegenseitigen Verständnis beizutragen und einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten, sind die Bürger von Heinola und dem Landkreis Peine einen großen Schritt näher gekommen. Zur Zeit bestehen aktuelle Bestrebungen zum Aufbau einer Partnerschaft zwischen der IGS Peine-Vöhrum und der Kreismusikschule Peine mit entsprechenden Kooperationspartnern in Heinola.
Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.heinola.fi/ENG .