
Nach intensiver Diskussion in der Verwaltung und in der Politik wurde am 14.10.1998 ein Kreistagsbeschluss zur Agenda 21 gefasst. Den kompletten Text des Kreistagsbeschlusses finden Sie hier.
Was heißt Agenda 21, und was ist das Ziel dieses Programms?
Der Begriff "Agenda" kommt aus dem Lateinischen und heißt "was zu tun ist". Im Zusammenhang mit dem Erdgipfel hat er die Bedeutung "Aufstellung von Gesprächs- und Verhandlungsprogrammen". Die Zahl 21 steht für das 21. Jahrhundert, unsere Zukunft. Die Agenda 21 fordert, dass besonders die reichen Industriestaaten mit den begrenzten Rohstoffen der Erde nicht weiterhin so verschwenderisch umgehen. Sie stellt fest, dass die vorhandenen Ressourcen ungleich verteilt sind und fordert die Industriestaaten auf, nicht auf Kosten der so genannten Dritte-Welt-Länder zu leben.Sie stellt weiter fest, dass die vorhandenen Ressourcen nicht unerschöpflich sind und fordert die heute lebende Generation auf, die Rechte nachfolgender Generationen auf eine intakte und gesunde Umwelt zu beachten.Ziel der Agenda 21 ist, die Lebensgrundlagen für alle Menschen und in allen Erdteilen jetzt und zukünftig zu sichern. Ihr Leitmotiv ist die "nachhaltige Entwicklung". Sie soll in allen Lebensbereichen der Menschen, sowohl in den Industriestaaten als auch in den Entwicklungsländern, verwirklicht werden. Von einer nachhaltigen Entwicklung erhofft man sich eine intakte, gesunde Umwelt und eine lebenswerte Zukunft.
Der vollständige Text der Agenda 21 mit ihren Festlegungen zur Armutsbekämpfung, zur Bevölkerungspolitik, zu Handel und Umwelt, zur Abfall-, Klima- und Energiepolitik, sowie zur Landwirtschaftspolitik usw. in 40 Kapiteln, kann in deutscher Sprache beim Bundesumweltministerium bestellt werden. www.bmu.de
Bei der nachhaltigen Entwicklung stehen Ökologie, Ökonomie und soziale Gerechtigkeit gleichberechtigt nebeneinander
Der Begriff der "Nachhaltigkeit" stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und besagt, dass dem Wald nur so viel Holz entnommen wird, wie wieder nachwächst. Es ist also eine Wirtschaftsform, bei der man von den Erträgen des Kapitals, nicht aber vom Kapital selbst lebt. Für die Umwelt bedeutet nachhaltiges Wirtschaften die verantwortungsvolle und schonende Nutzung von Rohstoffen und der Ökosysteme der Erde. Nachhaltigkeit bedeutet, nicht auf Kosten der Mitmenschen und auf Kosten zukünftiger Generationen zu leben. Die Agenda 21 enthält seit langem geäußerte Forderungen aus der Umwelt- und Entwicklungspolitik. Neu ist allerdings, dass bei allen Maßnahmen und aufgaben Ökologie, Ökonomie und soziale Gerechtigkeit gleichwertig behandelt werden. Das heißt, eine entwicklung ist erst dann nachhaltig, wenn sie umweltverträglich, sozial gerecht und wirtschaftlich tragfähig ist. In der Agenda 21 werden verschiedene Themen aus dem Umweltschutz, dem Sozialen und der Wirtschaft miteinander vernetzt und zu einem Programm vereint.
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