Landkreis Peine : Das Programm : Agenda21 das Programm

Kommunale-Agenda-21 Landkreis Peine

Der Erdgipfel von Rio de Janeiro - ein Zeichen zum Gegensteuern
1992 trafen sich in der brasilianischen Millionenstadt Rio de Janeiro rund 180 Staaten und 140 Staats- und Regierungschefs sowie viele Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftler und Wirtschaftsfachleute, um über drängende Probleme und die Zukunft unserer Erde zu beraten. Veranstalter dieser Konferenz waren die Vereinten Nationen (UN). Zu den wichtigsten Ergebnissen dieses "Erdgipfels" gehört die Agenda 21. Sie wurde von den Teilnehmerstaaten - darunter auch Deutschland - beschlossen, das heißt, diese Staaten haben sich verpflichtet, die Ideen der Agenda 21 im eigenen Land zu verwirklichen.
 
 
Logo Agenda 21
 
AGENDA 21 - Das Programm zur nachhaltigen Entwicklung
Der Zustand unserer Erde wird immer bedrohlicher und gefährdet unsere Zukunftschancen. Umweltzerstörung, Verschwendung von Rohstoffen, Klimaveränderung, ein stetig wachsender Berg von Abfällen, Wasserknappheit,aber auch zunehmende Armut, Hunger, Krankheit und Analphabetentum sind Probleme, die weltweit - global - auftreten und vor unserer eigenen Tür nicht Halt machen.

AGENDA 21 im Landkreis Peine
In der Kreisverwaltung Peine wurde das Thema Agenda 21 erstmals im Jahre 1997 aufgegriffen. Im Rahmen der beginnenden Verwaltungsreform hat eines der Aktionsteams aus Verwaltungsmitarbeiter/innen über die Agenda 21 diskutiert und die Möglichkeiten zur Umsetzung für die Kreisverwaltung erörtert.
 
 

Nach intensiver Diskussion in der Verwaltung und in der Politik wurde am 14.10.1998 ein Kreistagsbeschluss zur Agenda 21 gefasst. Den kompletten Text des Kreistagsbeschlusses finden Sie hier.

Was heißt Agenda 21, und was ist das Ziel dieses Programms?
Der Begriff "Agenda" kommt aus dem Lateinischen und heißt "was zu tun ist". Im Zusammenhang mit dem Erdgipfel hat er die Bedeutung "Aufstellung von Gesprächs- und Verhandlungsprogrammen". Die Zahl 21 steht für das 21. Jahrhundert, unsere Zukunft. Die Agenda 21 fordert, dass besonders die reichen Industriestaaten mit den begrenzten Rohstoffen der Erde nicht weiterhin so verschwenderisch umgehen. Sie stellt fest, dass die vorhandenen Ressourcen ungleich verteilt sind und fordert die Industriestaaten auf, nicht auf Kosten der so genannten Dritte-Welt-Länder zu leben.Sie stellt weiter fest, dass die vorhandenen Ressourcen nicht unerschöpflich sind und fordert die heute lebende Generation auf, die Rechte nachfolgender Generationen auf eine intakte und gesunde Umwelt zu beachten.Ziel der Agenda 21 ist, die Lebensgrundlagen für alle Menschen und in allen Erdteilen jetzt und zukünftig zu sichern. Ihr Leitmotiv ist die "nachhaltige Entwicklung". Sie soll in allen Lebensbereichen der Menschen, sowohl in den Industriestaaten als auch in den Entwicklungsländern, verwirklicht werden. Von einer nachhaltigen Entwicklung erhofft man sich eine intakte, gesunde Umwelt und eine lebenswerte Zukunft.
Der vollständige Text der Agenda 21 mit ihren Festlegungen zur Armutsbekämpfung, zur Bevölkerungspolitik, zu Handel und Umwelt, zur Abfall-, Klima- und Energiepolitik, sowie zur Landwirtschaftspolitik usw. in 40 Kapiteln, kann in deutscher Sprache beim Bundesumweltministerium bestellt werden. www.bmu.de


Bei der nachhaltigen Entwicklung stehen Ökologie, Ökonomie und soziale Gerechtigkeit gleichberechtigt nebeneinander
Der Begriff der "Nachhaltigkeit" stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und besagt, dass dem Wald nur so viel Holz entnommen wird, wie wieder nachwächst. Es ist also eine Wirtschaftsform, bei der man von den Erträgen des Kapitals, nicht aber vom Kapital selbst lebt. Für die Umwelt bedeutet nachhaltiges Wirtschaften die verantwortungsvolle und schonende Nutzung von Rohstoffen und der Ökosysteme der Erde. Nachhaltigkeit bedeutet, nicht auf Kosten der Mitmenschen und auf Kosten zukünftiger Generationen zu leben. Die Agenda 21 enthält seit langem geäußerte Forderungen aus der Umwelt- und Entwicklungspolitik. Neu ist allerdings, dass bei allen Maßnahmen und aufgaben Ökologie, Ökonomie und soziale Gerechtigkeit gleichwertig behandelt werden. Das heißt, eine entwicklung ist erst dann nachhaltig, wenn sie umweltverträglich, sozial gerecht und wirtschaftlich tragfähig ist. In der Agenda 21 werden verschiedene Themen aus dem Umweltschutz, dem Sozialen und der Wirtschaft miteinander vernetzt und zu einem Programm vereint.

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