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Landkreis Peine
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05.10.2020

Abkochgebot für Peine Kernstadt und Telgte gilt weiter

Presseinformation des Wasserverbandes Peine:
Spülungen an den Übergabepunkten laufen seit Freitag – nun wird Ortsnetz gespült

Das Abkochgebot für die Kernstadt Peine und Telgte, das am Freitagabend ausgesprochen wurde, gilt weiter bis voraussichtlich nächsten Montag (12. Oktober). Es war vorsorglich ausgerufen worden, weil an einer Übergabe in der letzten Woche Enterokokken nachgewiesen worden waren. In einer Probe vom Freitag wurden keine Enterokokken mehr, aber in einem kleinen Netzbereich noch wenige coliforme Keime nachgewiesen. „Mehrere Analysen in Folge müssen die Unbedenklichkeit, so der Fachbegriff, wenn alle Grenzwerte der strengen Trinkwasserverordnung eingehalten sind, nachweisen. Erst dann kann das vorsorgliche Abkochgebot aufgehoben werden“, sagt Michael Wittemann, Technischer Leiter des Wasserverbands Peine. Die beiden Wasserwerke Wehnsen und Burgdorfer Holz halten nachweislich alle Grenzwerte ein. Das Abkochgebot bezieht sich nur auf die Kernstadt Peine sowie auf Telgte. Die anderen Ortschaften der Stadt Peine sowie die Ortschaften in den anderen Kommunen des Landkreises sind davon nicht betroffen.

„Wir danken den Kunden für ihr Verständnis und ihre Kooperation“, lobt Wittemann die Reaktion der betroffenen Einwohner. „Unser Dank gilt auch der guten Zusammenarbeit und dem Einsatz der Gesundheitsbehörde des Landkreises Peine, den Stadtwerken Peine sowie den Fachlaboren. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Trinkwasserversorgung so schnell wie möglich wieder nachweislich sicher in gewohnter Weise herzustellen.“ Dazu werden die Spülarbeiten in dieser Woche fortgesetzt, das gilt nun auch für das Ortsnetz. „Die beiden Versorger, der Wasserverband Peine und Stadtwerke Peine, stimmen sich hier eng ab und unterstützen sich. Wir arbeiten mit Hochdruck an den Maßnahmen und stimmen uns regelmäßig mit dem Gesundheitsamt zu den Analyseergebnissen ab.“


Wasserverband Peine hat sofort Spülungen aufgenommen
Der Wasserverband Peine hatbereits am Freitag vorsorglich Netzspülungen aufgenommen, die auch über das Wochenende für einen entsprechenden Durchfluss gesorgt haben. Die Fachleute des Teams Trinkwasser waren am Freitagabend und am Wochenende tätig. Unter anderem wurden auch vorsorglich alle fünf Übergabepunkte ins Stadtnetz mit sogenannten Dauerläuferspülungen, die rund um die Uhr Durchfluss erzeugen, versehen. Diese Spülungen an strategischen Übergabepunkten ins Stadtnetz werden auch in dieser Woche fortgesetzt. Zudem habe man ebenfalls vorsorglich den Wasserbehälter Ilsede vom Netz genommen und entleert. „Die Auswertung unserer Beprobung vom Samstag zeigt bereits keinerlei Belastungen mehr an den fünf Übergabepunkten, weder Enterokokken noch coliforme Keime“, so Ingenieur Wittemann. Diese Anlagen des Wasserverbands Peine werden, genauso wie die beiden Wasserwerke, weiter täglich beprobt. Diese Ergebnisse werden mit dem Gesundheitsamt beraten.

Der strenge Grenzwert der Trinkwasserverordnung bei Enterokokken wie auch bei coliformen Keimen liegt bei 0/100 Milliliter Trinkwasser. In der letzten Woche wurde an einer Übergabe vom Wasserverband Peine zu den Stadtwerken Peine ein Wert in einer Probe von einem und in einer zweiten Probe von drei Bakterien nachwiesen. Sobald dieser strenge Grenzwert überschritten ist, müssen das Gesundheitsamt informiert und gemeinsam weitere Schritte zur Sicherung der Trinkwasserqualität abgestimmt werden. „Das ist am Freitagabend erfolgt, nachdem die Analyse Enterokokken aufgezeigt hatten“, so Wittemann. „Das ist für die Trinkwasser­nutzer sicherlich aufwendig, aber die Sicherheit aller Bevölkerungsgruppen muss Vorrang haben“, bittet Wittemann um Verständnis. „So eine mikrobiologische Verunreinigung ist ein seltener Vorfall, aber leider nicht ganz auszuschließen“, ergänzt der Technische Leiter. Letztmalig sei so etwas im Zuständigkeitsbereich des Wasserverbands Peine 2013 im Dorf Feldbergen aufgetreten.


Analysen benötigen Reaktionszeiten – Bakterienstämme werden genetisch bestimmt
Die Ursachenforschung laufe derweil weiter. Dazu tragen die Probennahme an den Anlagen des Wasserverbandes Peine sowie im Netz der Stadtwerke Peine bei. Zudem werde auch der in einer Probe nachgewiesene Befund coliformer Bakterien vom Freitag nun in einem spezialisierten Labor genetisch untersucht, so der Technische Leiter.Es soll festgestellt werden, ob die Bakterien menschlicher oder tierischer Herkunft waren. „Das ist Teil der umfangreichen Aufklärung, um mögliche Eintragspfade zu entdecken und zu schließen“, erläutert Ingenieur Wittemann. Diese Ergebnisse werden voraussichtlich am kommenden Montag vorliegen.

Der Wasserverband Peine, die Stadtwerke Peine sowie der Landkreis Peine haben auf Ihren Internetseiten Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Abkochgebot veröffentlicht.

Autor/in: Sandra Ramdohr, Wasserverband Peine

Bei Fragen zum Abkochgebot

Gesundheitliche Fragen richten Sie bitte ausschließlich per E-Mail an
gesundheit@landkreis-peine.de

Fragen rund um die Wasserversorgung richten Sie bitte an die Stadtwerke Peine

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