Hilfsnavigation
Landkreis Peine
Seiteninhalt

Informationen zur Geflügelpest

Der Fachdienst Veterinärwesen warnt vor Geflügelpest und empfiehlt vorbeugende Schutzmaßnahmen - Wichtigkeit von Biosicherheitsmaßnahmen 

Stand 05.11.2021

Die Freilandhaltung von Geflügel ist aktuell im ganzen Landkreis Peine (noch) uneingeschränkt möglich.

Allerdings wird das Risiko einer weiteren Verbreitung in  der Wildvogelpopulation sowie das Risiko der Einschleppung der Geflügelpest in Hausgeflügelbestände derzeit vom FLI als hoch eingeschätzt, da seit Mitte Oktober wieder zahlreiche Geflügelpestfälle vor allem an den Küsten nachgewiesen wurden.

Die Geflügelfreilandhalter werden daher eindringlich aufgefordert, die üblichen dauerhaft  vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen sorgfältig einhalten.

So darf Geflügel nur an Stellen gefüttert werden, die für Wildvögel nicht zugänglich sind.

Das Tränken mit Oberflächenwasser, zu dem Wildvögel Zugang haben, ist verboten und auch Futter und Einstreu muss für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden.

Tierhalter sind verpflichtet, wenn bei ihnen drei oder mehr Tiere innerhalb von 24 Stunden versterben, (bei größeren Beständen mehr als 2 % der Tiere), oder es zu deutlichen Einbrüchen der Legeleistung oder der Gewichtszunahme kommt, ihr Geflügel unverzüglich durch Ihren Tierarzt auf die Geflügelpest  untersuchen zu lassen. Tot aufgefundene wilde Greif- und Wasservögel können zur Untersuchung im Rahmen des Geflügelpestmonitorings ins Veterinäramt gebracht werden oder beim Fachdienst Veterinärwesen (lebensmittel.tiere@landkreis-peine.de oder telefonisch unter 05171-401-6023) gemeldet werden.

Insbesondere durch direkten Kontakt von Wildvögeln zu Hausgeflügel, aber auch durch indirekten Kontakt (Virusverschleppung über Schuhe und Kleidung, Gerätschaften, Futtermittel oder Einstreu, die mit Wildvögeln oder deren Ausscheidungen in Kontakt gekommen sind) besteht das Risiko, dass sich auch Hausgeflügel mit dem Virus infiziert.

Eine weitere Schutzmaßnahme wäre die freiwillige Aufstallung freilaufenden Geflügels.
Dies kann beispielsweise erfolgen, indem Ausläufe etwa durch engmaschiges Drahtgeflecht nach allen Seiten gegen das Eindringen von Wildvögeln geschützt werden. 

Da die Lage sich kurzfristig ändern kann, ist ab jetzt auch jederzeit mit der amtlichen Anordnung einer Aufstallung des Geflügels zu rechnen. Wenn die empfohlenen vorbeugenden Schutzmaßnahmen wie feste Unterstände dann bereits umgesetzt sind, können die kommerziellen und hobbymäßigen Geflügelhalter im Falle des Falles sehr schnell reagieren. Bei der reinen Stallhaltung von Geflügel, das vorher im Freiland gehalten wurde, liegt es in der Verantwortung des jeweiligen Tierhalters, seine Tiere auch im Stall artgerecht zu halten: Insbesondere ausreichend Licht, gute Luftzufuhr und ausreichend Platz sind wichtig, um eine tierschutzgerechte Haltung zu gewähren.

Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) hat am 26.10.2021  eine neue Risikoeinschätzung für die Einschleppung der Geflügelpest nach Deutschland herausgegeben. Die vollständige Risikobewertung können Sie über diesen Link  öffnen.

Sollten Geflügelhaltungen bislang nicht beim zuständigen Veterinäramt und der Tierseuchenkasse registriert worden sein, muss dies schnellstens nachgeholt werden.

Hintergrundinformation zur „aviären Influenza“ finden Sie auf der Seite Tierseucheninfo des LAVES:
Hier weiterlesen

Die Aviäre Influenza ist eine Infektionskrankheit der Vögel, die durch Viren ausgelöst wird. Unterschieden wird zwischen der hochansteckenden und einer weniger ansteckenden Form. Als „Klassische Geflügelpest“ wird eine besonders schwer verlaufende Form der Aviären Influenza bei Geflügel und anderen Vögeln bezeichnet. Die Geflügelpest kann hohe Verluste verursachen, wenn sie in Nutztierbestände eingeschleppt wird.
Wassergeflügel bildet ein natürliches Reservoir für die Viren, insbesondere für niedrig pathogene Influenzaviren. Solche niedrig pathogenen Influenzaviren können sich allerdings bei Wirtschaftsgeflügel wie etwa Hühnern und Puten, zur hoch pathogenen Form umwandeln; dann tritt das klinische Bild der Geflügelpest zutage.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.bmel.de/DE/themen/tiere/tiergesundheit/tierseuchen/gefluegelpest-massnahmen-tierhalter.html
https://www.bmel.de/DE/themen/tiere/tiergesundheit/tierseuchen/gefluegelpest2016.html
https://www.laves.niedersachsen.de/startseite/tiere/tiergesundheit/tierseuchen_tierkrankheiten/haeufig-gestellte-fragen-zur-gefluegelpest-148904.html


Geflügelhalter sollten auch weiterhin jeden Kontakt zu Wildvögeln meiden. Jäger, die selber Geflügel halten, sollten auf die Jagd auf Federwild verzichten, da auch gesund erscheinende Wildvögel Träger des Erregers sein können.

Betriebsfremde Personen sollten Geflügelhaltungen am besten gar nicht betreten. Sie dürfen es nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einmalkleidung, die nach Verlassen des Stalles unverzüglich abzulegen ist. Schutzkleidung muss nach Gebrauch unverzüglich gereinigt und desinfiziert und Einwegschutzkleidung nach Gebrauch unverzüglich unschädlich beseitigt werden.

Alle Betriebe müssen im Bestandsregister die Zahl der täglich verendeten Tiere dokumentieren.

Auch Kleinbetriebe und Hobbyhalter sind verpflichtet, bei Auftreten von mehr als 3 Todesfällen innerhalb von 24 Stunden unverzüglich durch ihren Tierarzt eine Untersuchung zum Ausschluss der Geflügelpest durchführen zu lassen.

Über weitere Verhaltensregeln können Sie in dem Merkblatt für Geflügelhalter informieren, das Sie in der rechten Randspalte finden.

Vermehrte amtstierärztliche Kontrollen auch der kleineren Geflügelhaltungen sind vorgesehen.

 

Sonstige Informationen

Geflügelhalter, die noch nicht registriert sind, werden aufgefordert, ihren Tierbestand unverzüglich beim Fachdienst Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung zu melden.

Informationen zur Registrierungspflicht von allen Tierhaltungen von Nutztieren (dazu zählen auch Hobbyhaltungen) finden Sie hier.

An die Pflicht, Hühner und Truthühner regelmäßig gegen den Erreger der Newcastle-Krankheit impfen zu lassen, wird erinnert. Wenden Sie sich hierzu an Ihren Tierarzt oder nehmen Sie an den gemeinsamen Impfaktionen der Geflügelzuchtverbände teil.

 

 

Zum Seitenanfang (nach oben)
Coronavirus Infos

Impfstützpunkt: Verimpft werden die Impfstoffe Biontech und Moderna. Es besteht keine freie Impfstoffwahl. Wichtig: Erstimpfungen sind im Impfstützpunkt ohne Termin möglich! Eine telefonische Terminvergabe ist ab dem 18. November montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 05171 / 9879240 möglich. Alternativ ...

Mehr erfahren


Kontakt

Bürgertelefon Coronavirus
Burgstraße 1
31224 Peine

Telefon: +49 5171 401 9000
Fax: +49 5171 401 770 0
E-Mail oder Kontaktformular