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Landkreis Peine
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27.06.2019

Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut in der Region Hannover bestätigt - Sperrbezirk um Uetze umfasst auch Teile Edemissens im Landkreis Peine

Der Verdacht auf den Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut bei Bienen in der Region Hannover hat sich bestätigt. Seit Mitte Juni wurden Erreger der Amerikanischen Faulbrut in den Waben von fünf Bienenständen an der Regionsgrenze zum Landkreis Peine nachgewiesen. Die Laborergebnisse haben jetzt gezeigt, dass auch die Bienenbrut betroffener Bienenvölker von der Infektionskrankheit befallen ist. Der Ausbruch der anzeigepflichtigen Tierseuche Amerikanische Faulbrut wurde amtlich festgestellt.

In der Region Hannover und im Landkreis Peine wurde ein Sperrbezirk eingerichtet. Im Landkreis Peine umfasst er Teile der Gemeinde Edemissen mit den Ortschaften Abbensen, Oelerse, Eddesse, Oedesse und Klein-Eddesse.

Bienenhalter im Sperrbezirk sind aufgefordert, unverzüglich alle Standorte ihrer Bienen beim Fachdienst Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Landkreises Peine unter der Telefonnummer 05171-401-6010 zu melden, sofern dies nicht bereits geschehen ist. Dies gilt auch für alle Bienenvölker, die sich ab 1. März 2019 nur vorübergehend im Sperrbezirk befunden haben.

Im Sperrbezirk gilt: Alle Bienenvölker und Bienenstände werden umgehend kostenfrei untersucht, die Bienenhalter haben bei den Untersuchungen entsprechende Hilfe zu leisten. Diese Untersuchung muss nach der Sanierung der von der Seuche betroffenen Bienenstände nochmals wiederholt werden.

Bis zur Aufhebung des Sperrbezirkes ist es verboten, Bienenvölker und Bienen in oder aus dem Sperrbezirk zu bringen. Bienenstände im Sperrbezirk dürfen nicht von ihren Standorten entfernt werden. Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht von einem Bienenstand entfernt werden.

Dies gilt jedoch nicht für Wachs, Waben, Wabenteile und Wabenabfälle, die als „Seuchenwachs“ an wachsverarbeitende Betriebe, die über erforderliche Einrichtungen zur Entseuchung des Wachses verfügen, abgegeben werden, sowie für Honig, der nicht zur Verfütterung an Bienen bestimmt ist.

Für Menschen ist diese Bienenkrankheit völlig ungefährlich, selbst Honig befallener Völker kann bedenkenlos verzehrt werden. Für Bienen ist die Ansteckung mit der Amerikanischen Faulbrut jedoch existenzbedrohend, wenn dies nicht rechtzeitig erkannt wird.

Befallenen Völkern kann in der Regel mit dem sogenannten Kunstschwarmverfahren geholfen werden. Hierbei wird das Bienenvolk ohne seine Brut in einen sauberen Bienenstock umgesetzt, kann dort neue Brut anlegen und so überleben. Bei der Sanierung werden betroffene Imker durch Bienenseuchensachverständige, Gesundheitsobleute und ihre Imkereiverbände unterstützt. Eine Tötung betroffener Bienenvölker ist daher nicht erforderlich.

Da in Niedersachsen ein umfangreiches Faulbrut-Monitoring durchgeführt wird und bei einem Befall frühzeitig bekämpft wird, ist die Krankheit hier eher selten. Untersuchungen von Honig aus Drittländern ergaben jedoch, dass bis zu ¾ dieser Importhonige mit Sporen belastet sind. Ein Großteil des in Supermärkten verkauften Honigs besteht aus Importhonig. Die Bevölkerung wird daher dazu aufgefordert, keinesfalls Honig als „Bienentränke“ anzubieten, sowie Honiggläser nicht offen herumstehen zu lassen und vor der Entsorgung zu spülen.

Autor/in: Fabian Laaß

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