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Landkreis Peine
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16.10.2020

Hohe Arbeitsbelastung im Gesundheitsamt und am Bürgertelefon - Landkreis ruft zu respektvollem Miteinander und Einhaltung der Corona-Regeln auf

Das Gesundheitsamt des Landkreises Peine ist durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und den Anstieg der Infektionszahlen sehr stark gefordert und arbeitet an der Belastungsgrenze. Das Personal wurde durch Mitarbeiter aus anderen Fachdiensten verstärkt. Auch an den Wochenenden wird gearbeitet, damit besorgte Bürger aus dem gesamten Kreisgebiet über Testergebnisse informiert oder Infektionsketten nachverfolgt werden können. „Die Zahl der Kontaktpersonen ist im Vergleich zum Beginn der Pandemie erheblich gestiegen. Deshalb haben wir das Unterstützungsteam zur Nachverfolgung deutlich vergrößert. Aufgrund der Erfahrungen aus dem Frühjahr konnten wir die Abläufe optimieren und neue Software einsetzen. Dennoch ist die Arbeitsbelastung für jeden einzelnen sehr hoch“, erklärt Dr. Carit Grothusen, Betriebsärztin des Landkreises Peine.

Auch das Bürgertelefon wurde mit dem erneuten Anstieg der Fallzahlen wieder deutlich ausgeweitet. Zirka 50 Bedienstete der Kreisverwaltung arbeiten auch an Wochenenden im Schichtdienst, um pro Woche rund 750 bis 800 Fragen besorgter Bürger aufzunehmen. Die Anliegen werden erfasst und je nach Thema an das Gesundheitsamt oder die gemeinsame Corona-Fachgruppe des Rechts- und des Ordnungsamtes weitergeleitet.

„Das eingesetzte Personal kann jedoch nicht jede Frage sofort beantworten. Allgemein gültige Auskünfte können direkt erteilt werden, gesundheitliche Fachfragen und Fragen zu Änderungen der Corona-Verordnung werden weitergeleitet. In erster Linie geht es uns darum, dem Gesundheitsamt den Rücken freizuhalten“, erklärt Achim Effenberger, Koordinator des Bürgertelefons.

Die Gespräche würden überwiegend freundlich verlaufen. In den vergangenen Wochen sei allerdings vermehrt festzustellen, dass sich der Tonfall der Anrufer verschärft habe. Beleidigungen und ungebührliches Benehmen seien an der Tagesordnung. Manche Anrufer würden sich über Mitarbeiter des Bürgertelefons lustig machen oder mehrmals täglich mit abstrusen Fragen anrufen, so Effenberger. „Alle Kolleginnen und Kollegen des Bürgertelefons haben sich freiwillig gemeldet, um für die Anliegen unserer Bevölkerung da zu sein. Der raue Ton mancher Anrufer stellt in dieser für uns alle herausfordernden Situation eine zusätzliche und unnötige Belastung dar. Im Sinne eines respektvollen Miteinanders möchte ich darum bitten, Anliegen in angemessener Art und Weise vorzubringen“, sagt Achim Effenberger. Der Landkreis behalte sich zudem vor, Beleidigungen strafrechtlich zu verfolgen.

Der Krisenstab des Landkreises tagt mittlerweile wieder zwei Mal wöchentlich, um über die steigenden Fallzahlen und eventuelle notwendige Gegenmaßnahmen zu beraten. Ein zentrales Thema dabei ist der Umgang der Bevölkerung mit den Corona-Regelungen. „Leider müssen wir bei den gemeinsamen Kontrollen von Polizei, Stadt und Landkreis immer wieder Verstöße gegen die Maskenpflicht und das Abstandgebot feststellen. Deshalb möchten wir noch einmal eindringlich an die Bevölkerung appellieren, sich an die Vorschriften zu halten. Maske-Tragen und Abstand sind wirkungsvolle Maßnahmen, um die Ausbreitung der Pandemie abzudämpfen sowie sich und andere zu schützen“, erklärt Landkreissprecher Fabian Laaß. „Für uns alle ist diese Pandemie eine große Herausforderung, der wir nur gemeinsam begegnen können. Dazu gehört – bei allen Belastungen und Einschränkungen – ein respektvoller Umgang miteinander. Jeder Einzelne sollte deshalb nicht nur an sich, sondern auch an andere denken“, so Laaß.

Autor/in: Fabian Laaß

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