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Landkreis Peine
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03.06.2019

Illegal ausgelegte Giftköder am Mittellandkanal

Erneut ist im Landkreis Peine ein toter Greifvogel von einem aufmerksamen Jäger gefunden und ins Veterinäramt gebracht worden. Bei der dort eingeleiteten Untersuchung konnte nachgewiesen werden, dass der in Peine am Mittellandkanal gefundene Rotmilan durch das schon seit Jahren verbotene Pflanzenschutzmittel Carbofuran vergiftet wurde. Da aufgrund der Gesamtumstände davon auszugehen ist, dass hier mit präparierten Ködern vorsätzlich der Tod des Greifvogels in Kauf genommen wurde oder gewollt war, wurde bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet.

Auch für Menschen ist das Pflanzenschutzmittel Carboruran hoch giftig.

Es wird dringend davor gewarnt, evtl. gefundene Köder mit bloßen Händen anzufassen. Typisch für präparierte Köder sind bläuliche oder lila stecknadelkopfgroße körnige Anhaftungen. Tierhalter und Spaziergänger werden aufgerufen, besonders auf ihre freilaufenden Tiere achtzugeben, um sicher ausschließen zu können, dass z.B. ein Hund unbemerkt präparierte Köder verschlingt und so zu Schaden kommt.

Wer die mutmaßlich präparierten Köder (z.B. Fleischstücke, Geflügelteile, Tauben, Mäuse, mit blauen oder violetten stecknadelkopfgroßen Anhaftungen) findet, wird gebeten, diese ohne direkte Berührung wasserdicht zu verpacken, und bei der nächsten Polizeidienststelle oder beim zuständigen Veterinäramt abzugeben und Strafanzeige gegen unbekannt zu erstatten. Die Köder können bei der Polizei oder dem für den Fundort zuständigen Veterinäramt für eine spätere Analyse im Rahmen der Strafverfolgung eingefroren werden.

Auch wenn sich in den allermeisten Fällen leider kein Täter ermitteln lässt, steigt die Wahrscheinlichkeit, einer erfolgreichen Strafverfolgung, mit jedem zur Anzeige gebrachten Vorfall. So kann zum Beispiel eine Karte der ausgelegten Köder erstellt werden, anhand derer dann Zusammenhänge mit evtl. weiteren eingehenden Hinweisen hergestellt werden können. Wichtig sind daher die genaue Beschreibung des Fundortes (Karte, genaue Beschreibung, ggf. GPS–Koordinaten) und des Fundzeitpunktes, wann immer möglich mit einem Foto der Auffindesituation und evtl. gemachten Beobachtungen, sowie eine gute wasserdichte (z.B. Plastikbeutel mit Zipverschluss, verschließbares Glas oder Dose) Verpackung.

Autor/in: Fabian Laaß

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