Inhalt

Auszug - Bericht aus der Hebammenzentrale  

4.Sitzung des Ausschusses für Gesundheit, Arbeit und Soziales
TOP: Ö 6
Gremium: Ausschuss für Gesundheit, Arbeit und Soziales Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 05.07.2022 Status: öffentlich
Zeit: 17:00 - 18:55 Anlass: Sitzung
Raum: Mensa des Schulzentrum Ilsede
Ort: Am Schulzentrum 35, 31241 Ilsede
2022/084 Bericht aus der Hebammenzentrale
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage
Federführend:Fachdienst Gesundheitsamt Beteiligt:Fachdienst Soziales
Bearbeiter/-in: Kilinc, Nergiz   
 
Wortprotokoll

 

Frau Schott und Frau Zwirner stellen sich kurz vor. Anschließend skizziert Frau Schott die Geschichte der Hebammenzentrale. Anschließend folgen Zahlen und Fakten, zum Beispiel zur Warteliste, dem Umgang mit Anfragen, der Vermittlung. Aktuell gelte die 3-G-Regel, was durch den damit verbundenen Wegfall restriktiverer Maßnahmen die persönliche Erreichbarkeit der Hebammenzentrale verbessert habe. Des Weiteren gebe es eine Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule (KVHS) und eine Prüfung zur Nutzung eines Raumes in der Kreismusikschule (KMS). Im Rahmen des abschließenden Ausblicks erläutert Frau Schott die Planung einer Notbetreuung sowie die Vernetzung mit anderen Hebammenzentralen. Des Weiteren wolle man das Elterncafé wiedereröffnen. Ebenfalls geprüft werde aktuell die Teilnahme am digitalen Hebammensuchprogramm namens HEDI. Da das Team der Hebammenzentrale jedoch nur noch aus zwei statt drei Personen bestehe, sei dadurch die Arbeit etwas umfangreicher geworden.

 

KTA van Leeuwen wünscht zu wissen, wie viele Hebammen im Landkreis Peine gebraucht werden und wie man sie bekommen könnte.

 

Frau Schott antwortet, dass das schwer zu beantworten sei. Nicht alle Hebammen seien freiberuflich tätig, sondern zusätzlich andernorts angestellt. Hinzu komme, dass nicht alle Hebammen die gesamte Bandbreite an Leistungen anbieten würden. Deshalb sei es schwer, eine konkrete Zahl zu nennen. Für die Entwicklung der Anzahl an Hebammen wäre eine finanzielle Unterstützung grundsätzlich gut.

 

Frau Zwirner ergänzt, dass es im Landkreis Peine zeitweise sechsundzwanzig Hebammen gegeben habe, danach sei die Zahl auf sechzehn gefallen.

 

KTA van Leeuwen fragt nach, wie viele Hebammen es sein müssten, wenn sie in Vollzeit arbeiten würden.

 

Frau Schott schätzt, dass sich eine Vollzeit-Hebamme um fünf bis sechs Frauen kümmern könne. Derzeit seien dreiunddreißig Frauen auf der Warteliste.

 

KTA Weigand fügt hinzu, dass bei Pro Familia oftmals Frauen sitzen, die mit der Situation überfordert seien und zudem aus prekären Verhältnissen kommen würden. Wenn sie keine Hebamme hätten, wäre die Situation dramatisch. Sie fragt an, ob es eine Priorisierung bei der Vermittlung gebe. Des Weiteren wünscht sie zu wissen, ob es ein Anreizprogramm für neue Hebammen gebe.

 

Frau Schott weist auf die Schwierigkeit einer Priorisierung hin. Es gehe bei der Vermittlung um den Entbindungstermin sowie um die freien Termine der Hebammen.

 

Frau Zwirner fügt hinzu, dass man mit den freien Hilfen zusammenarbeite. Eine Familienhebamme sei jedoch nur dann möglich, wenn freie Kapazitäten vorhanden seien.

 

Frau Schott nimmt Bezug auf die Frage nach einem Anreizprogramm. Zunächst seien kostenlose Räume sehr wichtig, aber auch ein Existenzgründerzuschuss sei von Vorteil. Hintergrund seien die hohen Kosten, die mit einer Niederlassung als Hebamme verbunden seien. Die Hebammenzentrale könne möglicherweise ebenfalls einen Anreiz darstellen, da sie den Hebammen viel Arbeit bei der Koordinierung abnehme.

 

KTA Reimers erklärt, dass sie Hebammen wichtig finde. Sie fragt an, was verwaltungstechnisch nach der Schließung der Entbindungsstation im Klinikum gelaufen sei.

 

Frau Schott antwortet, dass die Hebammen freiberuflich tätig seien. Sie würden zu den Müttern fahren, wenn der Einsatzort von der Entfernung her passe, oder sie nutzen einen Raum im Klinikum.

 

KTA Reimers fragt nach, was mit den Personen sei, die nicht vermittelt werden können.

 

Frau Schott weist darauf hin, dass es für solche Fälle die Notbetreuung gebe.

 

KTA Reimers greift die Intention der Fragen von KTA van Leeuwen auf und fragt, was man machen könne, um mehr Hebammen zu bekommen. Da die Ausbildung Landessache sei, müsse man dort tätig werden. Zudem sollte aus ihrer Sicht das Ausbildungsprogramm überarbeitet werden.

 

Frau Schott erwidert, dass bereits einiges gemacht worden sei, insbesondere sei es jetzt ein Studium mit einem Bachelor-Abschluss.

 

BV Schlaugat wirft die Frage auf, woher die derzeit zwanzig Hebammen kommen. Des Weiteren fragt sie nach den Wünschen der Referentinnen.

 

Frau Schott antwortet, dass siebzehn Hebammen aus dem Landkreis Peine kommen, zwei aus Hildesheim und eine aus Salzgitter. Sie wünsche sich eine Zunahme der Hebammenzahl sowie zentrale Räumlichkeiten.

 

Da keine weiteren Wortmeldungen vorliegen, stellt der Vorsitzende, KTA Meyer, fest, dass der Ausschuss von der InformationsvorlageNr. 2022/84 Kenntnis genommen habe.