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Auszug - Informationen der Verwaltung - Baumaßnahmen in den Schulen - Niedersachsentag - Vorstellung Kreisarchiv - Vorstellung Schul-IT   

Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport
TOP: Ö 7
Gremium: Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 23.02.2023 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 18:40 Anlass: Sitzung
Raum: Mensa des Schulzentrum Ilsede
Ort: Am Schulzentrum 35, 31241 Ilsede
 
Wortprotokoll

 

- Baumaßnahmen in den Schulen

 

Frau EKRin Conrady gibt einen Überblick über den aktuellen Sachstand der Baumaßnahmen. Eine Übersicht wird dem Protokoll beigefügt. Frau KTA Maurer-Lambertz bittet in diesem Zusammenhang ebenfalls um Mitteilung, wie weit die Prüfungen zum Einbau von Photovoltaikanlagen an den Gebäuden vorangeschritten sei. Frau Carstens teilt mit, dass die Möglichkeiten derzeit überprüft werden.

(Es wird verwiesen auf Vorlage 2022/051 zur Sitzung des Ausschusses für Bauen und Liegenschaften vom 26.04.2022, in der diese Thematik erörtert worden ist.)

 

- Schulzentrum Ilsede

 

Frau EKRin Conrady teilt mit, dass die Gemeinde Ilsede im Dezember vergangenen Jahres ihre Absicht erklärt habe, die Grundschule aus dem Schulzentrum in Ilsede herauszulösen, um sie in einem separaten Neubau unterzubringen.

Zur Situation erklärt sie, dass die Astrid-Lindgren-Schule (ALS) ab Sommer 2023 einen Mehrbedarf von 3 Klassenräumen angemeldet habe, die Gemeinde Ilsede für den Bereich der Grundschule im neuen Schuljahr ebenfalls einen weiteren Raum benötige und sich auch im Hauptschulzweig ein Mehrbedarf an Räumen abzeichne. Daher müssten nun zunächst kurzfristige Lösungen gefunden werden. Hierfür seien bereits Gespräche mit Verwaltung und Politik der Gemeinde Ilsede aber auch mit den Schulleitungen des Schulzentrums geführt worden. Die Realschule unterrichte bereits in drei mobilen Klassenzimmer, habe jedoch ebenfalls weiteren Bedarf angemeldet. Derzeit würden verschiedene Lösungsansätze geprüft.

 

Auf Nachfrage von Herrn KTA Könnecker teilt Frau EKRin Conrady mit, dass die Kosten für die geplanten Sanierungsmaßnahmen im Haushaltsansatz aufgenommen worden seien.

 

Herr KTA nnecker stellt darauf hin fest, dass hier seiner Ansicht nach zu kurzfristig gedacht werde und gibt zu bedenken, ob der von seiner Fraktion angestrebte Neubau nicht die bessere Lösung gewesen wäre. Frau EKRin Conrady nimmt Bezug auf die getroffenen politischen Entscheidungen und teilt mit, dass die Erweiterung unter perspektivischen Gesichtspunkten geplant werde. Dabei werde versucht, gemeinsam mit den Schulleitungen und der Gemeinde Ilsede eine zufriedenstellende Lösung zu finden. Hier müsse auch der für das Jahr 2026 geplante Ganztagsschulbetrieb Berücksichtigung finden. Zudem zeige eine Bevölkerungsstatistik der Landkreise, dass der Landkreis Peine an den Zuwächsen gemessen im oberen Bereich aufgeführt werde.

Auf Nachfrage von Frau KTA Maurer-Lambertz zur zeitnahen Verwendung des Gebäudes der ehemaligen Janusz-Korczak-Schule teilt Frau EKRin Conrady mit, dass der ALS, die bereits im Erdgeschoss untergebracht sei, ggf. weitere Räume im 1. Obergeschoss zur Verfügung gestellt werden sollen, da eine Beschulung der SuS in mobilen Klassenräumen nicht möglich sei. Dafür müssten SuS anderer Schulformen in mobile Raumeinheiten umziehen.

Frau KTA Schulz sieht hier einen signifikanten Wechsel im Umgang mit dem Schulzentrum Ilsede nicht zuletzt durch Gespräche, die in gegenseitigem Respekt geführt werden würden und dankt Frau EKRin Conrady.

 

Herr KTA Dr. Klinke bittet um Mitteilung, ob durch die umfassenden Planungen der Zeitrahmen eingehalten werden könne und gibt zu bedenken, dass durch die veränderten Voraussetzungen das Gesamtvolumen hinterfragt werden müsse. Frau EKRin Conrady stellt fest, dass derzeit die Daten hierfür erhoben werden und letztendlich die notwendigen Entscheidungen in den politischen Gremien getroffen werden müssten. Das ermittelte Kostenvolumen beziffere die absehbaren Maßnahmen. Sie macht in diesem Zusammenhang deutlich, dass bereits umfangreiche Arbeiten, wie z. B. die Brandschutzsanierung, abgeschlossen werden konnten. Eine exakte Kostenermittlung könne erst nach umfangreicher Bestandsaufnahme erfolgen.

Frau EKRin Conrady macht in diesem Zusammenhang deutlich, dass auch an den anderen Schulstandorten aufgrund der älteren Gebäudesubstanz sukzessive Sanierungsbedarf bestehen werde.

 

Frau KTA Schulz teilt mit, dass die Gebäudesubstanz der ehemaligen Janusz-Korczak-Schule bei den Lehrkräften positiv bewertet werde, da das Gebäude über große Räume verfüge und zudem gut isoliert sei.

Auch Herr KTA hle stellt fest, dass Altbauten aus früherer Zeit oftmals schlechtere Substanz nachwiesen. Er bittet darum, die Planungen der Gemeinde zunächst abzuwarten und die dann folgenden Schritte im Abstimmung mit der Politik vorzunehmen.

 

Herr KTA Schampera fragt an, ob die von Frau EKRin Conrady genannte Bevölkerungsstatistik dem Protokoll beigefügt werden nne.

 

Herr KTA Hebbelmann berichtet von Bau- und Sanierungsmaßnahmen im Schulzentrum Hohenhameln, die auch während des Schulbetriebes stattgefunden hätten und dankt dem IWB, da der Unterricht nach Auffassung der Lehrkräfte keineswegs beeinträchtigt gewesen sei.

 

- Niedersachsentag

 

Frau EKRin Conrady berichtet, dass der Landkreis Peine den NHB eingeladen habe, in Peine den 102. Niedersachsentag am 12. und 13. Mai 2023 auszurichten. Schwerpunkt sei die aktive Erhaltung und Entwicklung der regionalen Heimat mit dem Thema Industriekultur und Klimawandel. Aufgrund der durch den Klimawandel notwendigen Anpassung des Menschen verändere sich auch der Bezug zum Thema Heimat. Geplant sei eine Festversammlung im Peiner Forum mit Empfang des Landrates. Hier werde voraussichtlich auch der Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil teilnehmen.

hepunkt sei die Übergabe der Roten und Weißen Mappe mit dem Ministerpräsidenten.

Am Nachmittag seien Diskussionsrunden unter Beteiligung von aktiven Heimatpflegenden sowie den Landfrauen geplant.

Zum Abschluss werde das Stadtradeln eröffnet, sodass bereits die Anreise klimafreundlich mit dem Fahrrad erfolgen nne.

Die Veranstaltung sei seitens des Landkreises Peine ursprünglich umfangreicher angedacht worden, mit diesem Größenrahmen werde man jedoch dem Wunsch des Niedersächsischen Heimatbundes gerecht.

Eine Veröffentlichung des Programms in den nächsten Wochen sei geplant.

 

Zum derzeitigen Sachstand des Bauernhauses Bortfeld erklärt Frau EKRin Conrady, dass der Partizipationsprozess erfolgreich gestartet sei, was bedeute, dass Ideen gesammelt wurden und die aktuelle Situation beim Auftaktworkshop am 25.01.2023 dargestellt werden konnte.

Der Abschluss der Bewertung aller eingegangenen Ideen sei bis 27.02.2023 geplant. Ein zweiter Workshop am 08.03.2023 diene der weiteren Bearbeitung und Vertiefung der meistgenannten Themen. Die Umsetzung, so Frau EKRin Conrady, sei aufgrund des denkmalgeschützten Gebäudes, sehr reglementiert. Hierzu zähle auch die Zusammenführung mit dem musealen Charakter des Braunschweigischen Landesmuseums.

Auf Nachfragen von Frau KTA Maurer-Lambertz erklärt Frau EKRin Conrady, dass das Bauernhaus als Lernort für Schulklassen eher ungeeignet sei. So könne z. B. der Raum aufgrund der Restriktionen nicht bzw. kaum geheizt werden. Allerdings, ergänzt Frau Carstens, käme das Bauernhausmuseum ggf. auch für Schulklassen als Besuchsort im Rahmen von Führungen in Betracht.

 

Im Anschluss informiert Frau EKRin Conrady über zwei Personalien:

Herr Waltermann habe Ende November 2022 die Stelle als Schulleiter der Realschule Groß Ilsede angetreten. Herr Waltermann sei zuvor als stellvertretender Schulleiter der Bodenstedt-Wilhelmschule eingesetzt gewesen.

Am 01.02.2023 habe Frau Spörl, zuvor komm. Schulleitung der Pestalozzischule, ihren Dienst als kommissarische Schulleiterin der Astrid-Lindgren-Schule aufgenommen.

 

Der Kooperationsvertrag der Berufsbildenden Schulen in der Region Braunschweig sei, so Frau EKRin Conrady, zwischenzeitlich unterschrieben. Die betroffenen Schulleitungen aus der Region hätten hierzu etliche Anregungen eingereicht.

Auch die Verwaltung des Landkreises Peine stehe im Gespräch mit der Schulleitung der BBS Peine, um das weitere Vorgehen und die Umsetzung abzusprechen.

 

- Vorstellung Kreisarchiv

 

Die Kreisarchivarin Andrea Warecka gibt einen kurzen Einblick über die umfangreichen Aufgaben des Kreisarchivs, die als Pflichtaufgabe der Kommune im Niedersächsischen Archivgesetz verankert sind.

Hierzu zähle die Annahme von Unterlagen und Dokumenten aus der Verwaltung, von Schulen oder auch Standesämtern, deren Bewertung und Erschließung. Dies bedeute die Säuberung und Ordnung der Dokumente. Außerdem halte das Archiv eine Bibliothek vor und erstelle Findbücher, berate und betreue Nutzerinnen und Nutzer. Hierzu zählten auch Ortsheimatpfleger*innen und Gemeindearchivare.

Die Digitalisierung werde derzeit geplant, gestalte sich jedoch als sehr zeit- und kostenintensiv. Frau KTA Maurer-Lambertz fragt an, ob im Anschluss auch der Zugriff von außerhalb geplant sei. Frau Warecka berichtet, dass die Möglichkeit der Einrichtung und Umsetzung eines „digitalen Lesesaals“ geprüft werde.

Herr KTA Jahn bedankt sich bei Frau Warecka für die Ausführungen.

 

Auf Nachfrage von Frau KTA Maurer-Lambertz hinsichtlich der Personalressourcen berichtet Frau EKRin Conrady, dass ursprünglich der Personalbedarf für das Archiv im Stellenplan angemeldet worden sei. Durch die notwendigen Einsparungen wurde die Stelle jedoch wieder gestrichen. Die Aufnahme im neuen Stellenplan sei geplant. Man müsse nun schauen, ob die Stelle im neuen Stellenplan Berücksichtigung finden könne.

 

r Herrn KTA Dr.  Klinke stellt sich die Frage, ob die Digitalisierung vorhandener Dokumente nicht durch eine Fachfirma erfolgen könne. Hier müsse, so Frau EKRin Conrady, differenziert werden: Die jetzt bereits in digitaler Form eingehenden Dokumente müssten von einer Fachkraft überprüft werden. Dies sei durch eine Fremdfirma nicht möglich. Frau Warecka ergänzt, dass die Digitalisierung von Altbeständen durch eine Firma eine Option sei, die geprüft werden könne.

Herr KTA Engelhardt fragt an, inwieweit alte Dokumente, die bei Haushaltsauflösungen o. ä. zutage kämen, für das Kreisarchiv von Interesse wären. Frau Warecka erklärt, dass dies von Fall zu Fall geprüft werden müsse.

 

Frau Carstens gibt abschließend zu bedenken, dass die Arbeit im Kreisarchiv derzeit mit einem personellen Aufwand von insgesamt 26 Stunden bewerkstelligt werde. Der Einsatz sei bewundernswert, jedoch sei die Arbeit mit diesen Kapazitäten schwerlich leistbar.

 

- Schul-IT

 

Sie richtet daher ihren Dank an die Politik für die Unterstützung auch bei der Besetzung der Stelle des Leiters der Schul-IT mit Herrn Dahlheimer, der sich im Anschluss vorstellt und einen kurzen Überblick über den derzeitigen Stand des Digitalpaktes gibt. Die Übersicht wird dem Protokoll beigefügt.

Auf Nachfrage von Herrn KTA Möhle, der feststellt, dass der Landkreis Peine bei der Beantragung der Mittel aus dem Digitalpakt als landesweit beispielhaft zu nennen sei, erklärt Herr Dahlheimer, dass er vorrangig die Förderprojekte betreue, wohingegen die insgesamt sieben Mitarbeiter die technische Unterstützung in den Schulen und die Betreuung des Altbestandes gewährleisten würden. Herr KTA Möhle gibt in diesem Zusammenhang zu bedenken, dass die Ausrichtung aber auch die Nutzung der Endgeräte in den Schulen sehr unterschiedlich sei. Hier erklärt Herr Dahlheimer, dass es zu seinen Aufgaben hle, einheitliche Standards zu entwickeln, um so ein qualifiziertes Knowhow anbieten zu können. Seiner Ansicht nach sei es entscheidend, SuS auf die Arbeit am Computer und nicht am Smartphone vorzubereiten. Der Landkreis Peine stelle Computerräume dafür bereit, die regelmäßig saniert und erneuert werden würden.

Frau KTA Schulz stellt fest, dass sich die Suche nach einheitlichen Systemen bereits in der Vergangenheit schwierig gestaltet hätte.

Herr KTA Jahn dankt Herrn Dahlheimer und wünscht ihm für seine Arbeit gutes Gelingen.

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 TOP 7 - Anlage 1 Baumaßnhahmen in den Schulen (38 KB)      
Anlage 2 2 TOP 7 - Anlage 2 Sachstand Digitalpakt (43 KB)      
Anlage 3 3 14.02.2023 - SuW_Präsentation_Lkr_09022023_Handout.pdf (1455 KB)