Inhalt

Vorlage - 2024/004  

Betreff: Inobhutnahmenentwicklung und unbegleitete minderjährige Ausländer/innen
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage
Federführend:Fachdienst Jugendamt Bearbeiter/-in: Richert, Stefanie
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Kenntnisnahme
23.01.2024 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses zur Kenntnis genommen   

Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlage/n


 

Im Budget enthalten:

ja

Kosten (Betrag in €):

--- €

Mitwirkung Landrat:

nein

Qualifizierte Mehrheit:

nein

Relevanz

Gender Mainstreaming

nein

Migration

nein

Prävention/Nachhaltigkeit

nein

Bildung

nein

Klima-/Umwelt-/Naturschutz

nein

 

 


 


Inhaltsbeschreibung:

Unbegleitete minderjährige Ausländer und Ausländerinnen (UMA) sind junge Menschen, die bei ihrer Einreise nach Deutschland noch nicht volljährig waren und ohne sorgeberechtigte Begleitung nach Deutschland gekommen sind. Diese Personengruppe hat internationalen Konventionen zufolge (UN-Kinderrechtskonvention und Haager Minderjährigen Schutzabkommen) und aufgrund nationaler Vorgaben Anspruch auf besonderen Schutz. Grundlage für die Pflicht eines Landes zur Aufnahme eines unbegleiteten ausländischen Minderjährigen ist eine Aufnahmequote, die verpflichtend an dem Königsteiner Schlüssel und an der Sicherung des Kindeswohls ausgerichtet ist.

 

Bedürfnisse der UMA sind primär eine geeignete und angemessene Unterbringung, Sprachförderung, medizinische Versorgung, aber auch ein Zugang zu Bildung.

 

 

 

Ziele / Wirkungen:

Ziel ist es, diesen jungen Menschen ein eigenständiges Leben in Deutschland zu ermöglichen.

Hierfür ist es wichtig, dass diesen jungen Menschen

  • der Erwerb der deutschen Sprache
  • die Kenntnisse über die Teilhabe an dem Kultur-, Schul-  und Rechtssystem
  • die Stabilisation der Gesundheit
  • die Entwicklung der Persönlichkeit

im Rahmen von Jugendhilfe vermittelt werden.

 

Ressourceneinsatz:

Die jungen Menschen benötigen einen sicheren Wohnraum, ggf. mit Security, eine Betreuung durch  Fachkräfte, die um die besondere Situation geflüchteter junger Menschen wissen und die einen größeren Zeitrahmen für ihre Arbeit zur Verfügung haben. Für die Zusammenarbeit bedarf es Dolmetscherleistungen, damit ein gegenseitigesVerstehen“glich wird. Stand Dezember 2023 mussten durch das Jugendamt Peine 43 unbegleitete Minderjährige in Obhut genommen werden und untergebracht werden. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 278 %. Die Ressourcen bzgl. der Wohnunterbringung, der Fachkraftbetreuung als auch die des Schulsystems sind durch die Menge der ankommenden Flüchtlinge ausgeschöpft, sodass derzeit neue Lösungen bezüglich der Betreuung und Unterbringung erarbeitet werden müssen. Derzeit können im Mittelwert 6 unbegleitete minderjährige Ausländer und Ausländerinnen (UMA) nur in der Form einer Notversorgung im Hotel untergebracht werden. Begleitend erhalten die jungen Menschen eine ambulante Jugendhilfemaßnahme im Umfang von vier Fachleistungsstunden pro Tag/Wochenende. In der Zeit von 20:00 Uhr bis 08:00 Uhr stellt ein Sicherheitsdienst die Präsens sicher.

 

Die Aufwendungen sind im Produkt 3634 ausgewiesen.

 

 

Schlussfolgerung:

Hierbei handelt es sich um eine Problematik, die bundesweit zu beobachten ist und nicht nur hier im Kreisgebiet zu einer Belastung des Systems führt. Kurzfristige Verbesserungen sind durch den Fachkräftemangel nicht zu erwarten, so dass weitere Optionen der Unterbringung zu prüfen sind.

 


 


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