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Vorlage - 2010/120  

Betreff: Produktbericht Juni 2010
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage
Federführend:Fachdienst Jugendamt Bearbeiter/-in: Scholz, Imme
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss
24.08.2010 
Jugendhilfeausschuss zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Bericht über den Stand der Produkte

Bericht über den Stand der Produkte

 

Wie aus der beigefügten Übersicht für den Produktbereich „Soziales, Jugend, Gesundheit“ zu entnehmen ist, wird mit Berichtsstand 30. Juni 2010 eine Verbesserung des Produktbereichsbudgets um rund 1,7 Mio. € erwartet.

 

Im Fachdienst „Jugendamt“ wird allerdings eine Überschreitung von etwa 400.000 € erwartet.

 

Aus der beigefügten Übersicht der einzelnen Produkte der Produktgruppe ist zu entnehmen, mit welchem Budget die einzelnen Produkte geplant waren, wie der Stand zum 30.06.2010 war und welches Jahresergebnis erwartet wird. Im Leistungsbereich sind die gravierendsten Mengeninformationen mit Plan, Stand 30.06.2010 und voraussichtlichem Ergebnis aufgeführt.

 

Im Produkt Unterhaltsvorschuss zeichnet sich ab, dass geringere Unterhaltsforderungen geltend gemacht werden können.

 

Im Produkt Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und Tagespflege werden als Folge der Steigerung der Elternbeiträge in den Gemeinden höhere Ausgaben für Kindergarten- und Krippenplätze erwartet. Eine Fallzahlsteigerung kann gegenwärtig noch nicht ausgeschlossen werden, da die Anträge erst mit Beginn des neuen Kindergartenjahres erwartet werden.

 

zu Tagespflege

Die Überschreitung in Tagespflege ergibt sich aus der steigenden Anzahl von Anträgen, aktuell haben wir 181 Fälle, Anfang des Jahres waren es keine 100 Fälle.

 

zu Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen

Der Gesamtbetrag der Zuweisungen an die Gemeinden, Stadt Peine und kirchlichen Träger für Elternbeiträge in Kindertagesstätten beläuft sich für 2010 auf der Grundlage der bisherigen Berechnungspraxis auf rd. 755.000 €. Der berechnete Ansatz wird mit einer Überschreitung ausgewiesen werden. Der Mittelabfluss wird höher als geplant sein, da in den kalkulierten Kosten von 755.000 € die Gebührenerhöhungen der Stadt Peine zum 01. Januar 2010 und des Kirchenkreisamtes zum 01. März 2010 sowie der Gemeinden nicht mit im Budget eingeplant werden konnten.

Die Gebührenerhöhungen für das Jahr 2010 werden durch den hohen prozentuellen Anteil an den Gesamtkosten massive Auswirkungen auf das Budget haben.

 

Noch nicht mit berücksichtigt werden konnten weitere Indikatoren wie:

      Steigende Fallzahlen / wirtschaftliche Situation

Ca. 50 – 60 % der Antragsteller/-innen erhalten bereits Transferleistungen in Form von Alg.II, BAföG, etc. In der Regel erfolgt hier eine Übernahme der gesamten Gebühren.

 

      Ausbau des Betreuungsangebotes

Durch den Ausbau des Platzangebotes in den kommenden Jahren ist zu erwarten, dass auch die Anträge der Eltern zunehmen werden. Schon jetzt wird aus neu geschaffenen Angeboten eine Anzahl von Anträgen gezählt.

 


Im Produkt Hilfe zur Erziehung wird eine Überschreitung erwartet, da speziell die Ausgaben für soziale Gruppenarbeit um etwa 300.000 € (80 %) über dem Ansatz und 30 % über dem Ergebnis 2009 liegen werden. Die Leistungsmenge „Fälle“ ist erst zu 2010 vom Fachdienst eingeführt worden. Vergleichsdaten fehlten bisher und führen dadurch zu einer Abweichung von Plan zu Jahresprognose.

 

Allgemein und soziale Gruppenarbeit

Durch den hohen Bestand und den steigenden Fallzahlen in den kostenintensiven Produkten, können kurzfristige Steuerungserfolge nur zu Einsparungen in einzelnen Leistungen führen. Deutliche Einsparungen können nur mittel- und langfristig erzielt werden. Mittelfristig werden die Steuerungsaktivitäten positive fiskalische Auswirkungen haben. Bei der sozialen Gruppenarbeit ist zu berücksichtigen, dass der Tagestreff noch aus diesem Leistungssegment finanziert wird; des Weiteren mit Beginn des neuen Schuljahres sich bis zum Ende des Jahre erst Erfolge abzeichnen können, da diese Angebot sich stark an einem Schuljahr orientiert.

 

Aktivitäten der Gegensteuerung

-          Überprüfung laufender Hilfen durch Clearing in frei werdenden Bezirken

-          Erhöhung der Eingangsqualität im Hilfeplanverfahren (Auftragsklärung und Zielformulierung der Beteiligten nach dem Leistungsdreieck).

-          Überprüfung im gemeinsamen Dialog mit den freien Trägern die Konzepte bzw. LEQ- Vereinbarungen auf Passgenauigkeit der Angebote.

-          Aktive Präsenz (IBN bestätigt Steuerungsauswirkungen) durch Leitung im Hilfeplanverfahren durch Fachaufsicht (Ersthilfepläne sind der FDL vorzulegen/ Fachberatung – H. Maliers).

-          Umbau bestehender Strukturen (Ausbau PKD, Aufbau amb. Kurzeinsätze, Stadteilteam)

-          Durchführung von Projekten in Bezug auf  Ergebnisse und Wirksamkeit (AG 78). Ambulante Anbieter im Landkreis Peine.

 

 

Im Produkt Hilfen für junge Volljährige/ Inobhutnahme/ Eingliederungshilfe zeichnet sich eine Verbesserung ab, da speziell im Bereich der stationären Eingliederungshilfen nach § 35 a KJHG Ausgabereduzierungen erwartet werden. Auch hier spiegelt die Abweichung der Planzahl zur erwarteten Jahresfallzahl aufgrund der Neueinführung dieser Zählweise nicht das Budgetergebnis wider.

 

Im Produkt Verwaltung der Jugendhilfe zeichnet sich eine Überschreitung des Budgets ab, da die Personalausgaben über dem Planwert liegen werden. Auslöser hierfür sind die umfangreichen Neubewertungen der SozialarbeiterInnenstellen als Ausfluss der Tarifverhandlungen.

 

Beim Produkt Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstellen zeichnet sich eine Verbesserung ab, da nicht alle Stellen das ganze Jahr besetzt sein werden.