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ALLRIS - Auszug

04.11.2025 - 7 Informationen der Verwaltung

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Wortprotokoll

Frau Dr. Shobeiry Fard berichtet zur Geflügelpest (HPAI). In diesem Jahr sei insbesondere der Kranich stark betroffen. Das Virus in diesem Jahr sei verwandt mit dem Virus aus dem vergangenen Jahr, aber nicht identisch, weshalb von einer europaweit synchronen Neueinschleppung aus gemeinsamer Quelle über den Vogelzug ausgegangen werde. Frau Dr. Shobeiry Fard zeigt die Fundorte der bisher zwei gefundenen mit Geflügelpest infizierten Kraniche auf einer Karte. (Anlage zum Protokoll). In der Umgebung der Fundorte wurden gezielte Nachsuchen durchgeführt, es wurden aber keine weiteren Wildvögel gefunden.

Nachweise von H5N1 in der heimischen Wildvogelpopulation wurden bisher nicht erbracht.


Da es bisher nur isolierte Einzelfunde von Kranichen fernab von größeren Wildvogelansammlungen gab, wurde aufgrund der aktuellen Risikobewertung noch keine flächendeckende Stallpflicht angeordnet.

Die aus Tierschutzgründen erwünschte Freilandhaltung soll nur dann für das gesamte Kreisgebiet eingeschränkt werden, wenn dies anhand der aktuellen Risikobewertung zwingend notwendig erscheint. Aktuell wird ein intensives Monitoring durchgeführt sowie auf dessen Grundlage die Risikobewertung laufend aktualisiert. Bisher wurden 5 einzelbetriebliche Aufstallungsanordnungen besonders gefährdeter Betriebe verfügt, u.a. in der Nähe des Fundortes in Adenstedt.

 

Anhand der Fundorte im Kreis Peine sowie in angrenzenden Regionen lasse sich ein eindeutiger Bezug zu den Zugbewegungen der Kraniche ziehen. Da diese noch nicht abgeschlossen seien, sei mit weiteren Fällen zu rechnen.

 

Von den einzelbetrieblichen Aufstallungsanordnungen seien sowohl mobile Hühnerställe als auch Großbetriebe betroffen. Man sei in einem engen Austausch mit den Betrieben.

 

Frau Wemmel informiert, dass zum Thema Igelschutz ein Antrag bei der Unteren Naturschutzbehörde eingegangen sei. Dieser ziele darauf ab, dass eine Allgemeinverfügung erlassen werde, mit der ein Nachtfahrverbot für Mähroboter eingeführt wird.

 

Zum Thema Wolf berichtet sie, dass die aktuelle Datenlage sehr dünn sei. Es gebe bislang keine Hinweise, die bestätigen, dass sich im Raum Adenstedt tatsächlich ein Wolfsrudel angesiedelt habe. Vielmehr sei davon auszugehen, dass es sich bei den gesichteten Wölfen um umherstreifende Jährlinge handele. Für eine bessere Bewertung der Lage sei eine umfassendere Datengrundlage erforderlich. Daher sollten Sichtungen weiterhin dem Wolfsbüro des NLWKN oder dem Wolfsberater Lüder Richter gemeldet werden.

 

Zuletzt informiert Frau Wemmel zur Schutzgebietsverordnung Wendesser Moor. Der nächste Schritt werde eine Online-Erörterung sein, welche auch protokolliert werde. Ziel sei es, die Verordnung in der nächsten Sitzung zur Abstimmung vorzulegen.

 

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Anlagen